Was nimmt uns Frauen die Kraft? Verfolge ich meinen Herzenswunsch aus dem SEIN oder aus dem TUN?

Was nimmt uns Frauen die Kraft?

In diesem Blog möchte ich darauf aufmerksam machen, wie sehr wir Frauen uns immer noch auf der Verstandesebene befinden. Für uns ist das ein völlig normaler Zustand. Über Jahrhunderte haben wir uns mit dieser männlichen Energie identifiziert, wir kennen gar keinen anderen Weg. Wir hatten keine Vorbilder. Unsere Mütter, und deren Mütter zuvor haben ihre Intuition, ihre ursprüngliche weibliche Kraft, so tief verschüttet, dass wir Frauen heute immer noch zunächst unseren Gedanken glauben und nicht unserem Bauch. Wir vertrauen unserem Ur-Gefühl nicht, weil wir es so nicht gelernt haben und daher denken, es sei nicht richtig. Wir haben über Generationen unsere Kraft und Stärke an die Verstandesebene abgegeben. So ging unser Vertrauen in unsere Herzensstimme verloren. Wenn wir aber dieser Stimme nicht folgen, werden wir unser Licht ständig selbst klein halten. Es fehlt uns an Handwerkszeug, wie wir dieses Licht wieder zum Brennen bringen. Und was wir verändern müssen, um in unsere Ur-Kraft zu kommen, und aus dieser heraus zu leben. Ich möchte mit meinen Blog-Fragen ein wenig Bewusstsein schaffen, welchen alten Mustern wir immer noch folgen, und wo wir selbst die Fäden in der Hand haben, um diese aufzubrechen.
Herzlichst
Eure Madeleine

 

Verfolge ich meinen Herzenswunsch aus dem SEIN oder aus dem TUN?

Das Leben besteht grundsätzlich aus Polaritäten: hell-dunkel, kalt-heiß, Sommer-Winter, Ebbe-Flut, schön-hässlich, Freude-Trauer usw. Und bei uns Menschen ist das genauso: Wir Frauen sind in unserer Grundenergie im SEIN, der Mann trägt die Grundenergie des TUNs. Der Mann, schon in den Geschichtsbüchern als Jäger und Sammler betitelt, lebt die bewegende Energie. Er ist es, der zielgerichtet ist. Er geht ins Tun, und hat mit dieser Tun-Energie das Ziel vor Auge: Was will „Mann“ am Ende erreichen? Und der Weg dorthin liegt für ihn als selbstverständliches Beiwerk dazwischen.

Die weibliche Grundenergie aus der heraus wir Frauen leben ist der SEINS-Zustand. Unser innerer Kompass ist unsere Intuition, die uns mit einer tieferen Intelligenz des Lebens verbindet. Die Bewegung aus der Intuition heraus ist eine andere als die aus der Verstandesebene. Sie bewegt sich aus dem Fühlen heraus, nur in den nächsten Schritt. Und nicht aus dem Denken heraus auf das ganze Ziel zu. Hier liegt unsere ursprüngliche Kraft, die uns mit unserer Herzebene verbindet, und die ängstliche Verstandesebene hinter sich lässt.

Wenn wir Frauen ein Ziel vor Augen haben, macht uns der Weg dorthin oftmals Angst. All die Zwischenstationen, die wir bewältigen müssen, lassen Selbstzweifel entstehen, entmutigen uns oder wir bekommen Angst nicht durchzuhalten. Wir halten uns an dem Ziel fest. In unserer Grundstruktur sind wir aber so nicht konzipiert. Das heißt, unser Kopf bremst uns schon aus, bevor wir überhaupt losgehen.

Ich gebe hier ein Beispiel: Du hast einen Herzenswunsch, beispielsweise den Beruf wechseln und einen nährenderen Weg einschlagen wie z. B. Heilpraktikerin für Psychotherapie werden . Dieses Ziel zu erreichen ist aber ein kleines Stück Wegstrecke. Du musst Dich vorbereiten, wieder die Schulbank drücken, eine Prüfung ablegen, diverse Fortbildungen machen, dann kommt die Familie dazu, die auch noch versorgt werden muss…
Beim Überdenken des ganzen Weges kommen die Zweifel: Eigentlich habe ich gar keine Zeit für das alles, kann ich mir diesen Lernstoff überhaupt merken, werde ich damit genug verdienen, bin ich überhaupt gut genug… und auweia, dann knickt Frau unter Umständen ein. Und genau da geben wir unsere Kraft ab, und verlieren uns wieder auf der männlichen Verstandesebene. Weil wir nicht aus unserer Intuition, unserem SEINS-Zustand heraus agieren, anstatt uns einfach erstmal nur in den nächsten Schritt einfühlen.

Fühle mal hin, egal was du gerne in Deinem Leben umsetzen und manifestieren möchtest: Wie es sich anfühlt, einfach nur den ersten oder nächsten Schritt in Richtung Deines Herzenswunsches zu gehen. Egal was danach kommt. Du gehst nur den nächsten Schritt. Und tauchst ein in diese Energie, die Dich dahinführt, wo du gerne hinmöchtest. Wie fühlt sich das an? Was hat sich verändert?

Die Angst geht weg, Du bleibst im Jetzt. Du denkst nicht mehr, was Dir alles passieren könnte bis Dein Herzens-Ziel erreicht ist. Sondern Du FÜHLST wieder aus einer Nicht-Angst heraus den nächsten Moment, einfach den nächsten Schritt auf Deinen Herzenswunsch zu, der Dein Herz höherschlagen lässt. Weil Du Dich nicht mehr mit dem ganzen Weg überforderst. Die Angst darf weichen, die Dich kleinhält, das umzusetzen und zu manifestieren, was Du Dir doch eigentlich so sehr wünschst.

Und auf diesem Weg, Schritt für Schritt, können wir ja auch jederzeit justieren. Und es ist uns erlaubt. Keiner verlangt von uns, dass wir, einmal das Ziel gesetzt, dieses erreichen müssen. Das erwartet die männliche Energie von uns. Unser eigenes Ego, das uns mit vielen entmutigenden Wörtern und Sätzen klein hält. Das tut uns aber nicht gut. Es treibt uns in die Überforderung, in ein: ich bin nicht gut genug, ich schaffe das nicht, ich habe Angst zu versagen, ich muss bis zum Ende durchhalten, ich muss genau diesem Weg folgen… und all die weiteren Sätze, mit denen unser Kopf die Sätze unseres Herzens einfach überschreibt.
Erlauben wir uns vor jedem nächsten Schritt in uns reinzuhören: Bin ich noch auf dem Weg, dass es sich für mich gut anfühlt? Fühlt es sich gut an, den nächsten Schritt zu gehen? Oder bleibe ich erst einmal stehen? Brauche ich eine Pause? Gehe ich später weiter? Oder hat sich etwas Neues im Leben aufgetan, das sich noch besser anfühlt?

Wir können nicht im Vorhinein planen, was genau auf unserem Weg passiert. Wir wissen nicht, was unsere höhere Intelligenz wirklich mit uns vorhat. Also gehen wir los, hin zu unserer Wunsch-Veränderung, und genießen jeden nächsten Schritt erst einmal. Und vertrauen darauf, dass wir geführt sind, wenn wir unserer Intuition folgen. Spüren wir immer wieder rein in unseren Bauch. Das ist der Einstieg in den eigenen Lebensfluss. Wir bauen keine Barrieren mehr im Kopf, sondern leben aus dem Jetzt heraus in den nächsten Moment hinein, das, was sich für uns gut anfühlt. Lauf los. Das Leben soll schön sein 🙂

Text: Madeleine Bierbrauer

Heilpraktikerin für Psychotherapie

 

Was nimmt uns Frauen die Kraft? Fühle und formuliere ich meine wahren Gefühle?

Was nimmt uns Frauen die Kraft?

In diesem Blog möchte ich darauf aufmerksam machen, wie sehr wir Frauen uns immer noch auf der Verstandesebene befinden. Für uns ist das ein völlig normaler Zustand. Über Jahrhunderte haben wir uns mit dieser männlichen Energie identifiziert, wir kennen gar keinen anderen Weg. Wir hatten keine Vorbilder. Unsere Mütter, und deren Mütter zuvor haben ihre Intuition, ihre ursprüngliche weibliche Kraft, so tief verschüttet, dass wir Frauen heute immer noch zunächst unseren Gedanken glauben und nicht unserem Bauch. Wir vertrauen unserem Ur-Gefühl nicht, weil wir es so nicht gelernt haben und daher denken, es sei nicht richtig. Wir haben über Generationen unsere Kraft und Stärke an die Verstandesebene abgegeben. So ging unser Vertrauen in unsere Herzensstimme verloren.

Wenn wir aber dieser Stimme nicht folgen, werden wir unser Licht ständig selbst klein halten. Es fehlt uns an Handwerkszeug, wie wir dieses Licht wieder zum Brennen bringen. Und was wir verändern müssen, um in unsere Ur-Kraft zu kommen, und aus dieser heraus zu leben. Ich möchte mit meinen Blog-Fragen ein wenig Bewusstsein schaffen, welchen alten Mustern wir immer noch folgen, und wo wir selbst die Fäden in der Hand haben, um diese aufzubrechen.

Herzlichst
Eure Madeleine

 

Fühle und formuliere ich meine wahren Gefühle?

Viele Frauen kommen aus einem Elternhaus, wo die Mutter sich in vielen Bereichen an die Regeln des Vaters angepasst hat. Wenn man überlegt, dass es in den 50er Jahren normal war nach dem „Handbuch für die gute Ehefrau“ zu leben, verstehen wir, dass die Bedürfnisse und Gefühle der Frauen von damals, und auch deren Töchter, gar keinen Stellenwert hatten. Das heißt, diese Frauen, unsere Mütter, haben nicht gelernt, wie man negative Gefühle angemessen zeigt, und dass man das überhaupt darf. Hier zeigt sich wieder das männliche Prinzip: Ich muss stark sein, ich muss mich zusammenreißen, ist alles nicht so schlimm… Das ist aber Gift für unsere Frauen-Seele.

Wir Frauen sind Gefühl. In dem Moment, wo wir uns selbst übergehen, weil wir unsere wahren Gefühle unter Umständen nicht wahrnehmen, oder weil wir uns negative Gefühle nicht erlauben, und auch nicht erlauben, diese zu formulieren, geben wir unsere Kraft ab. Wir werden zickig oder zynisch, wir sagen etwas, was in uns schon kocht, mit einem Lächeln auf den Lippen… Und im schlimmsten Fall haben wir ein paar Mal unsere Gefühle unterdrückt und dann bricht alles aus uns heraus. Oftmals in einem Ton, dass der andere nur in Deckung gehen kann, und sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit angegriffen fühlt. Das sind ungeheilte Anteile in uns. Die energetische Ebene zu unserem Gegenüber verschiebt sich, weil wir nicht authentisch sind.

Unsere Gefühle wahrnehmen

Zunächst ist erst einmal wichtig, dass wir diese Gefühle in uns wahrnehmen, und vor allem erlauben! Wie schon erwähnt, haben wir hier keine Vorbilder, keine Mütter, die sich das schon erlaubt haben. Daher denken wir oft, wir sind falsch, wenn sich negative oder schlechte Gefühle in uns zeigen. Das sind wir aber nicht! Wir leben in der Dualität, das heißt wir tragen beide Polaritäten in uns. Wir bestehen aus Schatten-, genauso wie aus lichten Anteilen. Wenn wir unsere Schattenanteile jedoch verdrängen, weil wir sie nicht mögen, oder weil wir als Frau ja immer lieb, brav, angepasst und all das sein müssen (oder sogar sein wollen!), dann sind wir nicht authentisch. Daher ist es wichtig, dass wir uns diesen Schattenanteilen zuwenden, und diese in uns gesund integrieren. Um uns zu trauen, in Situationen, die uns wütend machen, angemessen zu reagieren.

Und wir dürfen unsere negativen Gefühle zeigen. Wir müssen nur wissen wie. Sobald uns etwas beschäftigt, uns im Kopf nicht mehr loslässt, gilt es dort aufmerksam hinzuschauen. In der Psychologie spricht man hier von einer „Störung“. Jede „Störung“ die wir in uns tragen, sollten wir nach außen kommunizieren. Aber wie gehen wir Frauen häufig mit diesem beginnenden Schwelbrand um? Wir schlucken die sich uns zeigenden Gefühle runter, übergehen uns, ignorieren den beginnenden Schmerz… ach war ja nicht so schlimm… hat er/sie nicht so gemeint… ich bin mal wieder so sensibel… was soll der andere denken, wenn ich das jetzt anspreche… bringt doch eh nichts, das versteht er/sie sowieso nicht…
Wir haben hundert Ausreden, warum wir es nicht kommunizieren!

Unsere Seele spricht zu uns

Und hier beginnt das Dilemma. Es bewegt uns nämlich, unsere Seele spricht zu uns, sonst würde es uns nicht beschäftigen. Und es ist unser Recht, dass wir uns wohlfühlen.
Wenn nun im Außen etwas gesagt wird, was uns keine guten Gefühle macht, was auch immer das ist, dann ist es wichtig, dass wir uns hier mitteilen. Und nicht die Frage stellen, ob unser Gegenüber das wohl versteht. Es ist wichtig, dass wir es loswerden. Wir werden es sonst nämlich für uns nicht los. Unsere Seele schaltet das Ganze nicht einfach ab, nur weil wir es mit dem Kopf gerne so wollen. Sie zeigt sich und fordert uns auf, uns zu entlasten.

Und um den Gefühlsstau zu vermeiden, der uns dann dazu bringt, dass wir Dinge sagen, die unser Gegenüber verletzen, ist es wichtig, gleich auszusprechen, was wir in uns wahrnehmen. Denn dann können wir es noch in einem angemessenen Ton und in Liebe sagen. Dann sind noch keine Aggressionen daraus entstanden, die uns später im schlimmsten Fall ausflippen lassen. Wir können mit einer Ich-Botschaft wunderbar erklären, wie wir uns gerade fühlen, zum Beispiel so: „Ich fühle mich verletzt.“ oder „Das macht mich wütend.“ Dann fühlen wir die Wut, aber unsere Wortwahl ist noch nicht verletzend, weil sich diese Wut nicht überbordend in unserer Kommunikation ausdrückt.

Stehen wir zu unseren Gefühlen!

Das erfordert zunächst erst einmal Mut. Es gibt ja niemanden, der uns das beigebracht hat… Aber je mehr wir uns trauen zu uns zu stehen, mit all unseren Gefühlen, die uns bewegen, und so wie wir nun mal sind, umso leichter wird es. Wir machen die positive Erfahrung, dass die Energien die schief hängen, ganz schnell wieder eine andere Ebene erreichen.
Wenn etwas in uns schwelt, spürt unser Gegenüber, dass etwas nicht stimmt. Auch wenn wir unser „Wut-Lichtlein“ versuchen klein zu halten. Die feine energetische Ebene, die Worte zwischen den Zeilen, die hängen in der Luft.

Wenn wir kommunizieren, wie wir uns fühlen, geben wir unserem Gegenüber die Chance, uns wahrhaftig zu verstehen. Da reißt unter Umständen erst einmal unsere „männliche“ Schutzmauer ein. Weil wir Angst haben verletzt zu werden. So lange wir uns aber nicht zeigen, sind wir nicht in unserer Kraft und verletzen uns selbst. Fangen wir an, für uns einzustehen, zu unseren Gefühlen, die uns ZUSTEHEN zu stehen. Erlauben wir uns alle Gefühle, die sich in uns zeigen. Wir Frauen sind Gefühl. Und genau das zeichnet uns aus. Haben wir also den Mut, uns rechtzeitig zu fühlen, uns wahrzunehmen, und unsere Gefühle im Frieden nach außen zu bringen.

Text: Madeleine Bierbrauer

Heilpraktikerin für Psychotherapie

 

Was nimmt uns Frauen die Kraft? Erlaube ich mir Grenzen?

Was nimmt uns Frauen die Kraft?

In diesem Blog möchte ich darauf aufmerksam machen, wie sehr wir Frauen uns immer noch auf der Verstandesebene befinden. Für uns ist das ein völlig normaler Zustand. Über Jahrhunderte haben wir uns mit dieser männlichen Energie identifiziert, wir kennen gar keinen anderen Weg. Wir hatten keine Vorbilder. Unsere Mütter, und deren Mütter zuvor haben ihre Intuition, ihre ursprüngliche weibliche Kraft, so tief verschüttet, dass wir Frauen heute immer noch zunächst unseren Gedanken glauben und nicht unserem Bauch. Wir vertrauen unserem Ur-Gefühl nicht, weil wir es so nicht gelernt haben und daher denken, es sei nicht richtig. Wir haben über Generationen unsere Kraft und Stärke an die Verstandesebene abgegeben. So ging unser Vertrauen in unsere Herzensstimme verloren.

Wenn wir aber dieser Stimme nicht folgen, werden wir unser Licht ständig selbst klein halten. Es fehlt uns an Handwerkszeug, wie wir dieses Licht wieder zum Brennen bringen. Und was wir verändern müssen, um in unsere Ur-Kraft zu kommen, und aus dieser heraus zu leben. Ich möchte mit meinen Blog-Fragen ein wenig Bewusstsein schaffen, welchen alten Mustern wir immer noch folgen, und wo wir selbst die Fäden in der Hand haben, um diese aufzubrechen.

Herzlichst
Eure Madeleine

 

Erlaube ich mir Grenzen?

In meinem letzten Blog-Beitrag „Fühle und formuliere ich meine wahren Gefühle“ habe ich bereits geschrieben, dass wir Frauen über Generationen nicht gelernt haben, dass uns negative Gefühle zustehen. Noch immer fühlen wir uns schlecht, wenn sich Wut oder Unbehagen in uns zeigt. Wir tragen eine Erblast unserer Mütter, Großmütter, und deren Mütter, dass wir uns in schwierigen Situationen zusammenreißen und unsere Bedürfnisse runterschlucken sollen. Mit diesem Erziehungsmuster haben wir verinnerlicht, dass wir Dinge aushalten müssen und sollen. Das hat dazu geführt, dass wir heute unsere eigenen Grenzen nicht rechtzeitig wahrnehmen. Und noch einen Schritt weiter: Dass wir uns diese zum Teil gar nicht erlauben.

Jeder Mensch besitzt seine eigenen individuellen Grenzen. Und niemand kann für uns bestimmen, wann diese erreicht sind. In diesem Blog gehe ich einen Schritt weiter, um deutlich zu machen, was diese alte übernommene Struktur mit unserer Grenzwahrnehmung gemacht hat. Wir Frauen versuchen Grenzen oftmals in unserem Kopf zu ziehen: Wir überlegen, wann es angebracht ist etwas zu sagen und wägen die Konsequenzen ab. Wir denken darüber nach, wann wir eine Grenze setzen, um ja weiterhin geliebt zu werden. Oder setzen sie nach langer Überlegung so zaghaft, dass sich unser Gegenüber aber hoffentlich noch wohlfühlt… ändern wird sich so aber kaum etwas.

Selbstliebe bedeutet Grenzen setzen

Dabei übergehen wir uns ständig selbst. Unser Gefühl zeigt uns genau, wo eine Grenze für uns erreicht ist. Die Kopfgrenzen sind oftmals weit entfernt von unseren wahren Gefühlsgrenzen. Und doch übernimmt meist der Kopf die Führung. Wir entfernen uns dadurch von uns selbst, von unserer Authentizität und unserer Selbstliebe. Selbstliebe bedeutet Grenzen setzen. Wenn wir zulassen, dass unsere Grenzen ständig überschritten werden, können wir unsere Energien kaum zusammenhalten. Man kann sich das vorstellen wie ein undichtes Fass, das kontinuierlich den Inhalt verliert.

Die Konsequenzen sind bitter: Wir stehen unter Strom, wir bekommen unser Leben nicht geordnet, wir werden unglücklich, haben keine Kraft mehr. Wir finden uns in ungesunden Beziehungen wieder, fühlen uns ausgenutzt, befinden uns in einer ständigen Opferrolle… die Liste geht endlos weiter. Im schlimmsten Fall brauchen wir jeden Abend Alkohol um uns von unserem nicht abgegrenzten Leben zu entspannen. Wenn wir uns Grenzen nicht erlauben, stellen wir unser eigenes Licht ständig unter den Scheffel. Selbst in der heutigen Zeit, wo wir alle Möglichkeiten haben ein freies selbstbestimmtes Leben zu leben, führen wir diese uns in Ketten haltenden alten Glaubensmuster fort.

Es darf uns gut gehen!

Bis hin zu sieben Ahnengenerationen sind in unserem Energiefeld gespeichert. Um diese alten Speicher aufzulösen, benötigen wir zunächst das Bewusstsein, dass wir Frauen in der westlichen Welt heute zwar in äußerer Freiheit leben, aber die innere noch nicht wirklich erreicht haben. Die Selbstverständlichkeit, dass wir jederzeit UNSERE Grenzen setzen dürfen, hat unser Verhalten noch nicht in gesunder Umsetzung durchdrungen.
Wir allein sind dafür verantwortlich, dass es uns gut geht. Oftmals erwarten wir von unserem Gegenüber, dass er/sie doch wissen müsste, dass es nun eigentlich zu viel für uns ist. Das wir mit unseren Aufgaben überfordert sind. Dass wir eine Pause brauchen. Oder dass wir von einer Aussage getroffen sind. Dass unsere Gefühle verletzt sind… Wir sind unter Umständen sogar beleidigt oder ziehen uns zurück, weil der andere unsere Not, unser Bedürfnis oder unsere Verletzung nicht erkennt.

Und dann sind da unsere eigenen Treiber, die gerne durch den Verstand zu uns sprechen: Lass aus Deinem Gefühlsstimmchen ja keine Stimme werden… Reiß Dich zusammen… Gefühle sind jetzt nicht erlaubt… Wenn du eine Grenze setzt, wirst du nicht mehr geliebt. Das Leben muss man in seiner Härte manchmal aushalten … Ach ja? Wollen wir das alles tief in unserem Herzen wirklich so?

Verschaffen wir unserer Stimme und auch unseren Stimmchen tief in uns wieder Gehör. Hören wir hin, wenn sich unsere Seele mit einem unguten Gefühl meldet, dass wir etwas nicht oder nicht mehr möchten. Sprechen wir ein deutliches NEIN aus und stehen zu unseren Gefühlen. Sie sind da um gefühlt zu werden, sonst gäbe es sie nicht. Also haben wir Achtung vor allem, was sich IN UNS bewegt. Leben wir im Einklang MIT uns und nicht gegen uns. Ein rechtzeitiges NEIN ist lebenswichtig für unseren Energiefluss. Hören wir auf zu überlegen, was unser Gegenüber oder die Umwelt von uns hält. Wir verlassen diese Erde nicht mit einem Orden auf der Schulter: „Hat unglaublich viel ausgehalten, hat Bootcamp Earth überlebt“, oder eben auch nicht.

Vertraue deinen Gefühlen

Wenn unser Gegenüber Schwierigkeiten hat mit unserem „Nein“, sollten wir versuchen uns davon nicht verunsichern zu lassen. Es ist wichtig, dass wir unseren eigenen Gefühlen wieder vertrauen und zu uns stehen. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun. Auch das ist ein fälschlicher Glaube, den wir noch in uns tragen. Denn das würde ja wieder bedeuten, dass uns unsere Bedürfnisse gar nicht zustehen. Und dann sind wir wieder im Hamsterrad gefangen, dass wir dann natürlich auch keine Grenzen setzen dürfen, und dass wir es aushalten müssen… STOP. Raus aus dem vererbten Brainwash, und rein in die eigene Erlaubnis.
Wir DÜRFEN uns gut fühlen, wir sind NICHT egoistisch, wenn wir Grenzen setzen, und wir können nur in unserer vollen Kraft strahlen, wenn wir für unsere eigene Energie Verantwortung übernehmen.

Es ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen umzusetzen ist. Sind wir geduldig mit uns und gehen auch hier nicht in die Überforderung. Aber laufen wir los, Schritt für Schritt hin zu uns selbst, zu unserem wahren Kern. Die Energien um uns herum werden beginnen sich neu zu sortieren, vor allem aber in uns selbst.

Text: Madeleine Bierbrauer

Heilpraktikerin für Psychotherapie